Es gibt für mich wirklich immer etwas zu entdecken. Kein Platz ist mir zu schmal, nichts ist mir zu hoch. Man muss nur alles sorgfältig ausloten, die Entfernungen exakt berechnen und den Absprungwinkel mit der Eleganz einer Raubkatze bestimmen. 📐🐆
Heute habe ich eine besonders raffinierte Strategie getestet: erhöhte Position mit Zwischenstopp auf dem Zweibeiner. Man nehme einen Stuhl mit weißem, wunderbar flauschigem Schafsfell – perfekte Vorderpfotenbasis! Die Hinterpfoten platziert man geschickt auf den Schultern des leicht nach vorn gebeugten Menschen. Stabiler Stand? Nun ja… ausbaufähig. 😼
Von dort oben eröffnen sich völlig neue Horizonte! Regale, die vorher unerreichbar schienen. Fensterbretter mit bislang unerforschten Staubpartikeln. Vielleicht sogar der geheimnisvolle obere Bereich des Schranks, wo Dinge lagern, die angeblich „nicht für Katzen“ sind. Ha! Eine Herausforderung! 🚀

Es gab ja mal eine Zeit, da lag ich einfach gern entspannt auf den Schultern meiner Zweibeiner. Warm, gemütlich, mit leichtem Aussichtsvorteil. Diese Zeit ist vorbei. Ich bin jetzt Entdeckerin. Strategin. Höhenplanerin. Wenn ich heute auf eine Schulter springe, dann nur mit einem klaren Ziel vor Augen: Was kann ich von hier aus noch erreichen?
Interessanterweise werden meine Zweibeiner inzwischen etwas nervös, sobald ich ihre Schultern erklimme. Sie verharren dann ganz still – als würden sie befürchten, ich starte gleich eine Expedition Richtung Deckenlampe. 🤭 Ich verstehe gar nicht, warum. Ich berechne doch alles ganz genau! (Meistens.)
Aber sie werden es noch lernen: Katzen wollen hoch hinaus. Das liegt in unserer Natur. Wir denken dreidimensional. Wir planen vertikal. Wir leben über den Dingen. 🐈✨
Und wenn ein neuer Weg über den Rücken eines Zweibeiners führt – nun, dann ist das eben Teamarbeit.
Eure hoch hinauswollende Lilly 💛